Die Covid-19 Pandemie hat die digitale Transformation in allen Lebensbereichen beschleunigt: in Beruf, Schule, Aus- und Weiterbildung, Einzelhandel, Freizeit und dem Umgang mit Freunden und Familie haben sich Abläufe und Interaktionen stark verändert und finden nun größtenteils digital oder virtuell statt. In dieser Beitragsserie wird daher verstärkt die Entwicklung der digitalen Transformation – vor allem unter Berücksichtigung der zunehmend wichtigeren Rolle von Digital-Health Startups – betrachtet.

Auch im Gesundheitswesen wurden 2020 der verstärkte Bedarf nach digitalen Lösungen deutlich; so wurden exponentiell mehr digitale Impulse und Projekte als in den Vorjahren verzeichnet. Eine wichtige und zukunftssichernde Entwicklung: im „Digital Health Index“ der Bertelsmann-Stiftung liegt Deutschland im weltweiten Vergleich bisher auf dem vorletzten Platz. Und das, obwohl dem Weltmarkt für digitale Gesundheit, nach dem Report „Digital Health – Global Market Trajectory & Analytics“ mit einem prognostizierten Wachstum von 37,1% in 2021 und ein Markvolumen 508,8 Mrd. US-Dollar bis 2027, eine starke Entwicklung bevorsteht.

Dieses Potential ist – gerade mit COVID-19 als Digitalisierungskatalysator – auch Anbietern digitaler Anwendungen nicht verborgen geblieben. Digital-Health Startups und Digitalanbieter bieten verstärkt Lösungen für die Bereiche Telemedizin, Robotik, KI, eHealth, Auswertung und Management, Plattformen für Patientensicherheit, Krankenhausverwaltung und -management an. Auch der Bereich der „Wearables“ (also z.B. Smart-Watches), beispielsweise zur Unterstützung von Menschen mit chronischen Krankheiten, entwickelt sich immer stärker, da mit aktiven Wearables die Datenbasis – ein wesentlicher Bestandteil jedes digitalen Systems – stetig erweitert wird.

Im Zentrum der digitalen Transformation des Gesundheitswesens stehen Startups, die den Einsatz innovativer, digitaler und virtueller Technologien vorantreiben. Ein weiterer Treiber der Digitalisierung im Gesundheitssystem ist das „Digitale-Versorgung-Gesetzt (DVG)“, das es Ärzten erlaubt, ihren Patienten digitale Gesundheits-Apps zu empfehlen, Online-Videosprechstunden anzubieten, E-Rezepte auszustellen – die Kosten sollen dabei wie bei vergleichbaren Behandlungsmethoden von der Krankenkasse übernommen werden.

Angesichts dieser Entwicklungen stellt sich die Frage, in welchen Schwerpunktbereichen die digitale Transformation vorrangig stattfindet. Diese Beitragsserie betrachtet dazu die Kategorisierung digitaler Gesundheitslösungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Basis zur Identifikation der Schwerpunktbereiche. Die Klassifizierung fördert eine zugängliche und erleichterte Brückensprache für Stakeholder, um Funktionalitäten der digitalen Gesundheitsimplementierung in kritischen Bereichen zu artikulieren. Die Lösungen konzentrieren sich nach der WHO auf:

  1. „Kunden“: Patienten und Angehörige
  2. Gesundheitsdienstleister (Ärzte, Pflegepersonal etc.)
  3. Gesundheitssysteme und Ressourcenmanagement
  4. Datendienste

Bei digitalen Lösungen für Kunden liegt ein starker Fokus auf der Kommunikation mit und zwischen Patienten und Angehörigen. Beispiele hierfür die Telemedizin, digitale Anamnese, Patientenaufkärung, Gesprächstraining, die Möglichkeit der Einsicht in die eigene Krankenakte und On-Demand-Informationsdienste.

Für Gesundheitsdienstleister werden digitale Technologien vermehrt in Aus- und Weiterbildung, Training, On- und Offboarding von Personal sowie zur Prozessoptimierung eingesetzt.

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In den Bereich Gesundheitssysteme und Ressourcenmanagement fallen digitale Lösungen, die sich in den nicht-medizinischen Funktionen Anwendung finden, wie z.B. dem Personalmanagement, dem Lieferkettenmanagement, die Aktenverwaltungssysteme und der Gesundheitsfinanzierung.

Unter Datendiensten versteht man Lösungen, welche abteilungsübergreifende Funktionen abbilden, beispielsweise zur Sammlung, Analyse, Nutzung und Verwaltung von Gesundheitsdaten.

Die folgenden Beiträge dieser Serie werden die einzelnen Lösungsbereiche vertieft betrachten und als Ergebnis das Spektrum digitaler Technologien im deutschen Gesundheitsmarkt aufzeigen. Ein besonderer Fokus wird hierbei auf der kritischen Reflexion zum Faktor „Mensch“, als Mittelpunkt der digitalen Transformation, liegen.

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StellDirVor-Experte Bramwel Omondi freut sich auf den Austausch zur Zukunft der Digitalen Transformation im Gesundheitswesen.

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