Klassisches Simulationstraining ist meist mit einem hohen Ressourcenaufwand verbunden: erforderlicher Platz, Ausstattung und personelle Aufwände erschweren die Durchführung regelmäßiger und flächendeckender Simulationstrainings in Medizin, Pflege und dem Rettungswesen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick zur klassischen Simulatoren und möglichen Weiterentwicklung im virtuellen Raum.

Neben technischen Geräten stellen Patientensimulatoren einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Physische Patientensimulatoren gibt es in verschiedenen Ausführungen, von Low-Fidelity bis High-Fidelity, welche beispielsweise realitätsnahe Atmung, Pupillenerweiterung und komplex Symptome simulieren. Low-Fidelity-Simulatoren haben hingegen eine geringere Realitätsnähe und werden meist nur für eine Teilsimulation (z. B. ein Arm für Infusionsübungen) eingesetzt.

Die Nachfrage nach hochfunktionalen Simulationspuppen steigt, da auch Simulationstrainings in der Aus- und Weiterbildung zunehmend an Relevanz gewinnen. Simulationstraining ermöglich ein sicheres Lernen und Anwenden von Kompetenzen, was Personal optimal auf den Alltag vorbereitet. Fehler können so vermieden und die Patientensicherheit erhöht werden. Hohe Anschaffungskosten für Patientensimulatoren und eingeschränkter Zugang zu Simulationstrainings heißt somit auch, dass (angehendes) Personal im Gesundheitswesen nur wenig Möglichkeiten hat, kritische Szenerien und lebensrettende Fertigkeiten zu trainieren.

Innovative Technologien, wie die virtuelle Realität, bieten mit virtuellen Patientensimulatoren neue und flexible Trainingsmöglichkeiten in der Simulation.

Kann aus physisch virtuell werden?

Ein wesentlicher Vorteil von Low- und High-Fidelity-Patientensimulatoren ist der Realismus und die dadurch möglich intuitive Nutzung. Beim Erlernen einer Kernkompetenz, wie dem Legen einer Infusion, kann die Handlung am Teilsimulator einfach und unkompliziert einstudiert werden, bevor die Behandlung am echten Patienten erfolgt. Die Realitätsnähe von High-Fidelity-Manikins ist zudem ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Simulationstrainings, da die Lernenden einen künstlichen Patienten mit den gewünschten Symptomen in selben Raum und in Echtzeit gemeinsam betreuen können.

Wie lassen sich die Vorteile von klassischen Patientensimulatoren also in einen virtuellen Raum übertragen, welcher die bekannten Funktionen von Patientensimulatoren mitbringt? Ein Virtual Reality Patientensimulator ermöglicht die Durchführung flexibel gestaltbarer, ortsunabhängiger und kosteneffizienter Simulationstrainings in der virtuellen Realität.

Virtual Reality Patientensimulator in Echtzeit steuern

Ein klassischer, haptischer Patientensimulator kann gemäß der definierten Funktionen nur bis zu einem gewissen Grad gesteuert werden; bei High-Fidelity-Simulatoren ist der Funktionsumfang und die Steuerungsoptionen meist etwas umfassender. Der Virtual Reality Patientensimulator ermöglicht eine freie Steuerung und Gestaltung des Trainingsszenarios. Mit einer Moderations-Software kann der Simulationstrainer beispielsweise folgende Aspekte in Echtzeit steuern und verändern:

  • Art des Patienten
  • Geräte & Equipment
  • Krankheitsbild, Vitalwerte und Symptome
  • Kommunikation
  • Weitere Akteure
  • Perspektive
  • Steuerung von Stressoren
  • Voice of God

Orts- und zeitunabhängiges Training im Team am virtuellen Patienten

Der VR-Patientensimulator ermöglicht schafft somit flexible und leicht zugängliche Trainingsmöglichkeiten. Simulationszentren, Simulationstrainer und Bildungseinrichtungen können ihr Trainingsangebot virtuell erweitern und skalieren. Ohne zusätzliche bauliche Maßnahen können im virtuellen Raum beliebig viele Trainingsszenarios abgebildet werden.

Weiterentwicklung von Patientensimulatoren: Simulationstraining mit virtuellen Patienten / StellDirVor

Lernen Sie den VR-Patientensimulator selbst kennen.

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