Unser Claim von StellDirVor heißt „Gesund digitalisiert“. Im Kontext der von uns ausgewählten und eingesetzten Technologien bedeutet dies, dass wir uns intensiv mit ihren Einsatzbereichen, ihrem Potential aber möglichen Auswirkungen auf uns Menschen als Anwender beschäftigen. Das gilt insbesondere auch für Virtual Reality (Virtuelle Realität) und Augmented Reality (Erweiterte Realität), die sich jetzt auch im Gesundheitswesen zunehmend etablieren.

Beide Technologien haben die Chance, nach Internet und Smartphone eine dritte flächendeckende Digitalisierungswelle auszulösen, da sie eine Vielzahl neuer Anwendungen digitale Inhalte zu erstellen, verarbeiten, nutzen und teilen ermöglichen. Das klingt zunächst vielleicht unglaublich, wenn man sich allerdings mit den beiden Technologien und ihren Misch- bzw. Ergänzungsformen näher auseinandersetzt, spricht vieles dafür. Insbesondere die Weiterentwicklung der letzten drei bis fünf Jahre (z.B. Hard- und Software, Datenübertragung) und auch die Auswirkungen der CORONA-Pandemie haben den Trend nochmals beschleunigt.

Um das Spektrum der Virtuellen Realität und der Erweiterten Realität auf einen Blick zu verstehen, eignet sich das von Paul Milgram und Fumio Kishino entwickelte Modell des Virtualitätskontinuums (zur Quelle) das die Verschmelzung der phsikalischen Welt (Realität) mit der digitalen Welt (Virtualität) in ihren verschiedenen Formen darstellt.

Bildrechte: Microsoft Corporation / Bildquelle

Virtual Reality (VR):
In neue Welten eintauchen

Virtual Reality (VR) lässt sich nur schwer beschreiben, am besten erlebt man sie selbst um das Gefühl des Eintauchens (genannt: Immersion) in die neue virtuelle Welt zu spüren. Die VR-Brille deckt das reale Blickfeld vollständig ab, so dass sich der Nutzer ausschließlich auf die durch die Linsen der Brille angebotenen Inhalte fokussiert. Das Präsenzgefühl in dieser „neuen“ Welt ist dabei dank der fortgeschrittenen Technologien so stark, dass sich im Bereich des Gesundheitswesens komplett neue Möglichkeiten für Trainings- und Schulungsanwendungen (z.B. Simulation von Gruppenschulungen, Perspektivenwechsel), Onboarding-Maßnahmen (z.B. Virtuelle Tour, Eingliederung von Personal) aber auch für Therapieansätze (z.B. Meditation, Phobien) ergeben.

Um VR-Anwendungen erleben zu können benötigt man ein so genanntes HMD-Device (Head-Mounted-Display = VR-Brille) sowie Controller (Steuerelemente) und eine Applikation (App, ähnlich wie eine Smartphone-App), welche die Anwendung „abspielt“.

Bereits einige wissenschaftliche Studien und Praxisbeispiele aus dem medizinischen Umfeld sorgen für eine entsprechende Validierung der VR-gestützten Anwendungen. Gerne laden wir Sie ein, bei oder mit uns

→ VR-Experiences auszuprobieren oder

→ sich in einem Workshop detaillierter zu informieren.

Augmented Reality (AR):

Der Einstieg in die Augmented Reality (AR) ist vielleicht noch ein bisschen einfacher, da sich hier neben innovativen Brillen (z.B. Hololens) bereits bestehende Endgeräte, wie z.B. Smartphones und Tablets, einsetzen lassen. Im Gegensatz zur virtuellen Realität verbleibt der Anwender in der gewohnten Realität (sieht also seine Umgebung) und es werden ihm über das Endgerät in Echtzeit Informationen, Visualisierungen oder Mischformen in das Blickfeld projiziert.

Im Gesundheitswesen haben sich hier bereits einige erfolgreiche Anwendungen hervorgetan, die im Praxisalltag Anwendung finden. Unter anderem werden sowohl im Design und in der Produktion von Medizintechnik-Herstellern AR-Anwendungen genutzt als auch bei Wartungs- und Remote-Service-Einsätzen.

Bildquelle: Mitschnitt „Shift Medical“ 2020

Auch im Operations-Umfeld sind AR-Brillen bereits zur Visualisierung von Patienteninformation bzw. In-Body-Experiences (Sichtbarkeit von invasiven Eingriffen) im Einsatz.

Aufgrund der Technologiesprünge und mobilen Nutzungsmöglichkeiten ist davon auszugehen, dass sich hier schnell weitere Anwendungsbereiche entwickeln. StellDirVor ist in diesem Umfeld mit der Smartphone App GiriMed aktiv.

→ Gerne informieren wir Sie über Einsatzmöglichkeiten AR-gestützter Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur Optimierung von Prozessen und Anleitungen.

P.S. Eine kurze Aufklärung noch hinsichtlich weiterer Abkürzungen im Bereich Realities: Unter Mixed Reality (MR) werden Mischformen der Anwendungen verstanden, unter Extended Reality (XR) werden sämtliche Anwendungsbereiche zusammengefasst inklusive einer Einbindung weiterer Sensorik (z.B. auditive, haptische, olfaktorische Reize) um das Erlebnis für den Anwender weiter zu verbessern.